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Verdienstorden

Investitur - Aufnahme in den Orden

Die Aufnahme in den Ritterorden vom heiligen Stanislaus erfolgt in einem feierlichen Ritus, der Investitur. Sie bestehen aus zwei Teilen, der Investitur und einem Bankett, einer herzlichen und brüderlichen Zusammenkunft von Mitgliedern aus aller Welt.

Mehrmals im Jahr treffen sich die Mitglieder im ganzem Welt in seinem Prioraten, um neue Mitglieder in den Orden aufzunehmen. Die eigentliche Investiturfeier besteht aus einer feierlichen Hl. Messe, verbunden mit dem Gelöbnis, der Übergabe der Ordensinsignien  und des Ordensmantels durch den Großprior des St. Stanislausorden sowie für die weltlichen Ritter mit dem Ritterschlag und die Beförderung von Mitgliedern in höhere Stufen oder eine andere Klasse innerhalb des Ordens. Hierzu bittet der Hauptzelebrant die beiden höchsten Anwesenden Repräsentanten des Ordens (In der Regel der Großmeister und der Prior) und den Ordenskanzler, nunmehr die Aufnahme in den Orden durchzuführen. Die Kandidaten knien! Danach dekoriert der Großmeister die neuen Ordensmitglieder. Der Ordenskanzler überreicht die Urkunden und lässt die neuen Ordensmitglieder die Beitrittsbescheinigungen mit dem eingedruckten Gelöbnis unterzeichnen.

Bei der Investitur von Rittern und Ordensdamen respektiert der Orden den Unterschied der Geschlechter. Damen erhalten daher nicht den Ritterschlag mit dem Schwert, sondern werden durch Handauflegen aufgenommen.

Eine Investitur Treffen ist auch ein größeres gesellschaftliches Ereignis, das Mitglieder aus vielen verschiedenen Ländern, Repräsentanten anderer Orden und Gäste zusammenführt. Das Bankett gibt Gelegenheit, ein brüderliches Mahl mit den neuen Mitgliedern zu teilen und sie gehörig willkommen zu heißen. Eine Investitur des Ordens ist ein Galaereignis, bei dem die Herren Frack und Dekorationen tragen. Während der Investitur tragen die Ordensmitglieder außerdem den Ordensmantel.

Die Insignien und der Mantel des Ordens

Insignien und Mantel des Ordens werden neuen Mitgliedern bei der zeremoniellen Investitur während ihrer Aufnahme in den Orden übergeben. Sie bezeichnen die Mitgliedschaft im Orden und den Grad und die Klasse des jeweiligen Mitglieds im Orden.

Insignien und Ordensmantel die müssen gekauft werden und sind Eigentum des Mitglieds.

Die Teilnehmer bezahlen eine Investiturgebühr für sämtliche Kosten des Investitur, Überschüsse werden üblicherweise für einen wohltätigen Zweck gespendet.

Die Aufnahme in den Orden ist nicht nur Auszeichnung, sondern in erster Linie Verpflichtung, nach besten Kräften die dem Orden gestellten Aufgaben zu unterstützen. Die Mitgliedschaft im Ritterorden vom Hl. Stanislaus ist keine Dekoration, sondern bedeutet Zugehörigkeit zu einer lebendigen Gemeinschaft.

Schwert des Heiligen Stanislausorden– Das Zeremonielle Schwert des polnischen König Stanislaus August Poniatowski  angefertigt für die Krönung- Zeremonie in 1764. Vom  1765 war das die Insigne des Großmeisters des St. Stanislausorden und wird verwendet für den Zweck des Ritterschlags  während der Investitur.

Das Schwert
Von den einst von Rittern geführten Waffen ist das Schwert das bezeichnendste, da es besondere Werte symbolisiert. Erstens symbolisiert es Tatkraft, weil ein Ritter durch die Gnade Gottes gerufen ist zu gerechtem Handeln für die Vertriebenen und Menschen in Not. Zweitens symbolisiert die Klinge die Fähigkeit und den Mut, Falschheit zu zerschlagen und die Wahrheit zu enthüllen. So ist es in den Händen eines christlichen Ritters auch das Flammenschwert, das für das Wort Gottes steht, und endlich hat das traditionelle Schwert die Form eines Kreuzes, wenn es mit der Spitze nach unten gehalten wird. So war es und ist es noch für den Ritter eine Mahnung an seinen Glauben an den auferstandenen Christus und sein Gebot zu Milde und Mitleid.

Die Berührung mit dem Schwert beim Empfang des Ritterschlages soll dem Ritter die Gnade des Herrn in seinem Bewusstsein weiter erwecken, auf dass er immer wachsam, mutig, ehrenhaft, barmherzig und loyal sei im Kampf gegen Ignoranz, Habgier, Grausamkeit, Krankheiten und alle Formen von Inhumanität. Es ist die heilige Pflicht eines Gnadenritters, kraftvoll einzustechen für jene, die nicht für sich selbst bestehen können, und gänzlich und allein durch die Gnade Gottes mag er dabei Erfolg haben.

    

Großpriorat Deutschland

: © Thaddäus Freiherr von Lison

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